Jugendarbeit - SPD fordert innerstädtische Einrichtung

 

Mit Umsetzung des Konzeptes unzufrieden

Die Jugendarbeit in der Kreisstadt Diepholz beschäftigte die Sozialdemokraten in ihrer jüngsten Fraktionssitzung erneut. Vor zwei Monaten hatten sich die Sozialdemokraten mit Mitgliedern des Jugendrates ausgetauscht, nun führten sie das Gespräch mit Florian Marre, dem zuständigen Fachdienstleiter bei der Stadt Diepholz. Marre berichtete von den Bemühungen bei der Umsetzung des Konzeptes zur Jugendarbeit und verwies auf die bisherigen Erfolge.

 

Marre erläuterte den Sozialdemokraten, dass ihm eine enge Kooperation mit den Mitgliedern des Jugendrates besonders wichtig ist. Er verwies darauf, dass es bereits eine Reihe Arbeitstreffen gegeben hat und dass ein Großteil der im Konzept gemachten Vorschläge auf den Weg gebracht werden konnte. Die Arbeit des Jugendbüros an der Moorstraße und die Durchführung einer Discoveranstaltung nannte er als positive Beispiele.

 

In der anschließenden Diskussion nahmen die örtlichen und räumlichen Anforderungen für die Jugendarbeit dann eine zentrale Rolle ein. Der Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion Manfred Albers verwies mit Blick auf das Konzept der Stadt Diepholz darauf, dass der Ausgangspunkt der Jugendarbeit eine innerstädtische Einrichtung sein soll. „Das Objekt soll laut Konzept ein Jugendcafé beinhalten und  von Jugendlichen selbst organisierte Veranstaltungen ermöglichen. Seit drei Jahren ist das Jugendfreizeitzentrum geschlossen, seit drei Jahren gibt es keinen adäquaten Ersatz. Wir Sozialdemokraten sind mit der Umsetzung des Konzeptes zur Jugendarbeit unzufrieden“ erklärte  Manfred Albers.

 

Rabea Schafmeyer, SPD-Mitglied im Jugendausschuss, machte deutlich, dass das Jugendbüro im Stadtteilgebäude kein Ersatz für einen Jugendtreff sein kann und dafür auch niemals geplant wurde. Sie stellte ferner heraus, dass es natürlich auch den Sozialdemokraten darum geht, die Vorschläge des Jugendrates aufzunehmen. „Wir dürfen die Jugendlichen aber nicht überfordern und am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Mitbestimmung und Mitverantwortung der Jugendlichen sind für uns unverzichtbare Bestandteile, die Hauptarbeit müssen aber Rat und Verwaltung der Stadt Diepholz leisten“, so Schafmeyer.

 

Prof. Dr. Winfried Schröder (SPD) Vorsitzender des Jugendausschuss machte deutlich, dass die Sozialdemokraten eine inklusive Einrichtung favorisieren würden. Erste Gespräche haben die Sozialdemokraten auch in dieser Frage schon mit möglichen Kooperationspartnern geführt. „Wenn die Stadt Diepholz gemeinsam mit einem freien Träger der Eingliederungshilfe ein neues Konzept für junge Menschen in Diepholz entwickeln würde, wäre das ein absoluter Fortschritt“, so Schröder. „Wenn diese Einrichtung dann auch noch Anknüpfungsmöglichkeiten für die Schulsozialarbeit entwickeln könnte, wären wir wirklich ganz weit vorn“

 

 


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