Glatte Wege, historischer Charme:: SPD fordert innovatives Schleifverfahren für Steinstraße und Am Burggraben
Neuartiges Verfahren verspricht mehr Fahrradfreundlichkeit, den Erhalt des historischen Pflasterbildes und deutliche Kostenvorteile für die Stadt Diepholz.
Die SPD-Stadtratsfraktion Diepholz setzt sich für eine zügige, fahrradfreundliche und kosteneffiziente Sanierung der Steinstraße sowie der Straße „Am Burggraben“ ein. In einem aktuellen Ratsantrag fordert die Fraktion die Stadtverwaltung auf, die Machbarkeit sowie die Kosten für den Einsatz eines innovativen Schleifverfahrens zur Glättung des vorhandenen Natursteinpflasters zu prüfen.
Die Steinstraße stellt eine wichtige Verbindung vom südlichen Stadtgebiet in Richtung Innenstadt dar, ist jedoch in ihrem derzeitigen Ausbauzustand für Radfahrerinnen und Radfahrer extrem unattraktiv und unkomfortabel. Bisherige Überlegungen und Ratsbeschlüsse konnten in der Vergangenheit aus finanzpolitischen Erwägungen nicht umgesetzt werden.
Ingo Estermann, Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, betont: „Wir wollen den Radverkehr in Diepholz spürbar stärken und attraktiver machen. Dafür braucht es kurze, sichere und komfortable Radverkehrswege. Gleichzeitig liegt uns am Herzen, dass der historische Charakter unserer Straßen im Stadtbild erhalten bleibt. Das neue Schleifverfahren bietet eine hervorragende Chance, diese Ziele zu verbinden und bisherige finanzielle Hürden endlich zu überwinden.“
Auch für die Straße „Am Burggraben“ sieht die SPD zeitnahen Handlungsbedarf. Im Zuge der anstehenden Innenstadtsanierung wird die Lange Straße Süd neu gestaltet. Dadurch entwickelt sich für die Straße Am Burggraben eine neue funktionale Bedeutung, die den ohnehin seit Jahren bestehenden Sanierungsbedarf weiter erhöht.
SPD-Ratsherr Manfred Albers ergänzt: „Mit der Neugestaltung der südlichen Innenstadt verändert sich die Bedeutung des Straßenzugs Am Burggraben maßgeblich. Wir müssen hier vorausschauend handeln und die Straße fit für die Zukunft machen. Das seit 2025 erprobte Schleifverfahren zeigt deutliche Kostenvorteile gegenüber konventionellen Verfahren. Das schont den städtischen Haushalt und sorgt gleichzeitig schnell für spürbare Verbesserungen vor Ort.“
Die Kernpunkte des Antrags im Überblick:
- Machbarkeits- & Kostenprüfung: Überprüfung der Pflasterschleif-Technik.
- Erhalt des historischen Stadtbildes: Schonender Erhalt des Naturstein- bzw. Kopfsteinpflasters.
- Stärkung des Radverkehrs: Ebenere, sicherere Fahrflächen für Radfahrer und Barrierefreiheit.
- Wirtschaftlichkeit: Erhebliche Einsparpotenziale im Vergleich zu aufwendigen Tiefbau- und Neupflasterungsmaßnahmen.
Die SPD-Fraktion erhofft sich durch die Machbarkeitsprüfung eine rasche Entscheidungsgrundlage im Stadtrat, um die Sanierung beider Straßenzüge zeitnah einzuleiten.