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Heidemann Foto: SPD OV Diepholz
Herbert Heidemann

13. Dezember 2009: Mehr Gestaltungswille ist notwendig

Intensive Beratungen in den Fachausschüssen, in Gremien mit Verkehrsfachleuten, Schulvertretern und Eltern sowie Anliegern haben ein eindeutiges Ergebnis gezeigt: die Mollerstraße soll umgestaltet werden zu einer zweispurigen Straße mit ausreichend Raum für Fußgänger und Radfahrer sowie für Parkplätze und Straßenbegleitgrün. Nur die Ratsmehrheit aus CDU und FDP verschleppt eine von breiten Bevölkerungskreisen getragene Lösung!

Der stellv. SPD-Fraktionsvorsitzende und frühere Diepholzer Stadtdirektor Herbert Heidemann zu den Veränderungen am Bremer Eck

Seit Monaten fordert die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Diepholz, dass im Zuge der ehemaligen B 214 Maßnahmen erfolgen, um diesen Straßenzug wieder zu einem Bestandteil der Innenstadt zu machen, also dem Durchgangsverkehr Einhalt zu gebieten und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.


Dazu muss die für jetzige Zwecke viel zu groß bemessene Fahrbahnfläche zurückgenommen und mehr Platz für Fußgänger, Radfahrer und Grünflächen geschaffen werden. Dem hat sich die Mehrheit im Diepholzer Rat, also CDU- und FDP-Fraktion verweigert. Sie haben im Fachausschuss ohne Grund die Sache vertagt.

Dabei ist das Ergebnis nur als Scherbenhaufen zu bezeichnen. Das Bremer Eck soll als innerstädtischer Platz ausgebaut werden mit einer geplanten Geschwindigkeit von 20 km/h. Auf diesen Platz strömt dann der Verkehr auf einer vierspurigen Straße zu.

Außerdem ist diese Vertagung eine Ohrfeige für alle, die sich an dem intensiven Planungsprozess neben der Politik beteiligt haben, ob Verkehrsfachleute, Schulvertreter, Eltern oder Anlieger. Ihre einhellige Meinung zählt bei CDU und FDP nichts. Und das, obwohl der Diskussionsprozess seit fast einem Jahr läuft, sie sich beteiligt haben und keine Alternative vorgelegt wurde.

Auch das finanzielle Argument zieht nicht! Dieser Ausbau kostet die Stadt nach Abzug aller zu erwartender Einnahmen nur 16.000 €. Vielmehr ist durch die Verzögerungspolitik von CDU und FDP zu befürchten, dass erhebliche Zuschüsse, die bis 31.12.2012 abgerechnet sein müssen, nicht fließen werden. Die Mehrheit im Rat aus CDU und FDP wird zu einem Hemmschuh der Innenstadtentwicklung in Diepholz.

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